02.07.2009
Rezession lässt Maschinenbau nicht aus dem Griff Überblick
Frankfurt/Main (AP) Die Wirtschaftskrise lässt den Maschinenbau nicht aus dem Griff: Zum achten Mal in Folge ist der Auftragseingang massiv gesunken. Besser steht dagegen der Einzelhandel da: Mit einem erwarteten Umsatzminus von lediglich zwei Prozent bewegt sich die Branche nach Angaben ihres Hauptverbandes im Rahmen der seit Jahren üblichen Schwankungen, wenn auch an deren Untergrenze.Bild vergrößernAktienpreise beiAktienpreiseStock pricesName Letzte KursYAHOONEWSGLOBALS.financeQuotesURL = 'http://de.api.news.yahoo.com/modules/common/finance_quotes_json.php?tickers=a%3A1%3A%7Bi%3A0%3Bs%3A6%3A%22ARO.DE%22%3B%7D&_rnd=ixINDSfITlFK&_ts=1246516943&_sig=ARwVkZyhJS2kYlgu2bN41PT.2Ds-';Beim Maschinenbau fiel der Nachfragerückgang im Mai mit 48 Prozent immerhin nicht ganz so krass aus wie im April, als die Aufträge um 58 Prozent sanken. Der Chefvolkswirt des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Ralph Wiechers, sagte der AP am Mittwoch, das dürfe aber nicht als Trendwende gewertet werden, sondern beruhe allein auf dem Basiseffekt des im Mai 2008 bereits niedrigeren Vergleichsniveaus. «Die positive Kunde weltweit wieder anziehender Geschäftserwartungen findet im Auftragseingang des Maschinenbaus noch keinen Widerhall», sagte er weiter.Nach den Angaben von Wiechers wirkt sich die Flaute bei den Aufträgen zunehmend auf die Jobs aus. Von Dezember 2008 bis April sei die Zahl der Stellen bereits um rund 13.000 zurückgegangen. «Dass wir im Jahresverlauf 50.000 bis 60.000 Jobs weniger haben, ist nicht auszuschließen», erklärte der Ökonom. Die Branche zählte Ende Dezember 2008 in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten noch 954.000 Mitarbeiter. Davon waren allein im März 158.000 in Kurzarbeit.Handelsunternehmen sind krisenerpobtAus der Sicht de
s Einzelhandels reagieren die Verbraucher in Deutschland bisher noch recht gelassen auf die Wirtschaftskrise. In die Prognose von nominal minus 2 Prozent für 2009 eingerechnet sind die im Vergleich zu 2008 fehlenden zwei Verkaufstage, die mit etwa 0,7 Prozentpunkten zu Buche schlagen. In den ersten fünf Monaten des Jahres sank der Umsatz nominal um 2,2 Prozent, preisbereinigt um 2,8 Prozent. Für das erste Halbjahr insgesamt geht der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) von minus 2 Prozent aus.Verbandspräsident Josef Sanktjohanser nannte die Entwicklung «zwar nicht dramatisch» im Vergleich zu anderen Branchen. «Wir dürfen die Entwicklung aber auch nicht verharmlosen, da die Handelsunternehmen nicht vom Aufschwung profitiert haben und kaum Reserven anlegen konnten.» Im Einzelhandel herrsche seit fast zwei Jahrzehnten Flaute und scharfer Wettbewerb, sagte er. «Das härtet ab: Unsere Unternehmen sind krisenerprobt und lassen sich auch jetzt das Geschäft nicht kaputtreden.» Zudem wirke die niedrige Teuerungsrate positiv.Aussichten für 2010 trübeAllerdings sieht Sanktjohanser härtere Zeiten im nächsten Jahr voraus. Angesichts des erwarteten Anstiegs der Arbeitslosigkeit trübten sich die Geschäftserwartungen der Einzelhandelsunternehmen für das zweite Halbjahr und 2010 ein. Die massiven Probleme einzelner Unternehmen wie Arcandor, Hertie oder Quelle jedoch dürften nicht zur Krise ganzer Vertriebsformen oder gar des gesamten Handels aufgebauscht werden, erklärte Sanktjohanser und wies auf die vergleichsweise geringe Bedeutung dieser Bereiche hin. Die Marktanteile der Warenhäuser nähmen seit Jahren ab und lägen derzeit bei etwa 3,3 Prozent des Einzelhandelsumsatzes.© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights ReservedEklat auf dem Filmfest München
München (ddp). Die prominent besetzte Jury der Förderpreise Deutscher Film hat für einen Eklat auf dem Filmfest München gesorgt. Regisseurin und Oscarpreisträgerin Caroline Link, Schauspieler Maximilian Brückner und Produzent Uli Aselmann zeigten sich unzufrieden mit der Qualität der ausgewählten Filme und vergaben die Preise für Regie und für Drehbuch in diesem Jahr nicht, wie die Preisstifter am Mittwoch mitteilten. Filmfest-Chef Andreas Ströhl kritisierte die Entscheidung indirekt.Bild vergrößernAktienpreise beiAktienpreiseStock pricesName Letzte KursYAHOONEWSGLOBALS.financeQuotesURL = 'http://de.api.news.yahoo.com/modules/common/finance_quotes_json.php?tickers=a%3A2%3A%7Bi%3A0%3Bs%3A7%3A%220491.HK%22%3Bi%3A1%3Bs%3A6%3A%22HVM.DE%22%3B%7D&_rnd=nfUOoCSxN1UP&_ts=1246516935&_sig=rQdBCO8.osNxW2fF047Lr7ABrfk-';Die Jury begründe ihre «konsequente Entscheidung mit der Fairness allen Kandidaten gegenüber», erläuterten die Stifter. Die zur Preisfindung vorgelegte beschränkte Auswahl sei nach Ansicht von Link, Brückner und Aselmann nicht repräsentativ für den jungen deutschen Film, der seine Qualität vielfach bewiesen habe. Die Jury empfehle dem Filmfest München und den Preisstiftern, die Regularien hinsichtlich Altersbeschränkung und Bindung an die Reihe «Neue deutsche Kinofilme» beim Filmfest nochmals zu überdenken.Die Preisstifter teilten mit, dass sie die Entscheidung der Jury respektierten. Sie bedankten sich für das Engag
ement und begrüßten die Anregung zur Öffnung der Regularien. «Damit die nicht vergebenen Preissummen trotzdem dem filmischen Nachwuchs zugutekommen, geben die Preisstifter die verbleibenden 30 000 Euro an die Hochschule für Fernsehen und Film München.»Filmfest-Leiter Ströhl sagte dagegen: »Wir sind überrascht von der Entscheidung der Jury und verstehen die Enttäuschung der Kandidaten für den Förderpreis Deutscher Film.« Das Filmfest zeige auch in diesem Jahr »nur qualitätsvolle« neue deutsche Filme. »Wie jedes Jahr gingen alle Filme, die den Auswahlkriterien der Preisstifter entsprachen, ins Rennen um den Förderpreis«, sagte Ströhl. Das Filmfest treffe also weder eine Vorauswahl noch nominiere es Filme. «Wir sind aber überzeugt von der Qualität der Filme in unserem Programm.»Der Förderpreis Deutscher Film wird gestiftet von der HypoVereinsbank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert und wird regulär in den Kategorien Regie, Produzent, Drehbuch und Schauspiel vergeben. Der Preis in der Kategorie Produktion geht an die Produzentin Katharina Schöde für den Film «Draußen am See», die Auszeichnung für die weibliche Schauspielerin an Elisa Schlott für ihre Rolle in «Draußen am See» und der Preis für den männlichen Schauspieler an Max Kidd für seine Leistung in «Hangtime - Kein leichtes Spiel». Die Preise sollten am späten Abend übergeben werden.(ddp)Paris will bei Burkastreit mit El Kaida nicht nachgeben
In der Diskussion um ein mögliches Verbot der Burka will sichdurch Drohungen des Terrornetzwerkes El Kaida nicht einschüchtern lassen. Bei der Verteidigung der Würde der Frau werde Paris "niemals nachgeben", sagte der Generalsekretär der Regierungspartei UMP, Xavier Bertrand. El Kaida in Nordafrika hatte zuvor "Rache" geschworen, da Frankreich ein Verbot der Vollverschleierung nicht ausschließt.Bild vergrößern"Für die Ehre unserer Töchter und Schwestern werden wir mit sämtlichen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Rache an Frankreich und seinen Interessen nehmen", zitierte das auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen SITE einen Aufruf des Chefs von El Kaida im islamischen Maghreb, Abu Musab Abdul Wadud. Er forderte alle Muslime auf, auf Frankreichs "Feindseligkeit" gegen den Islam "mit noch größerer Feindseligkeit" zu reagieren.Frankreichs Präsidenthatte vergangene Woche erklärt, die Burka sei in der franz
ösischen Republik "nicht willkommen". Sie sei "ein Zeichen der Unterwerfung und der Erniedrigung". Die Regierung schließt nicht aus, dass die Burka verboten werden könnte. In Frankreich ist schon seit 2004 das Tragen auffälliger religiöser Zeichen in den staatlichen Schulen verboten, darunter des islamischen Kopftuchs Hidschab.Nach Sarkozys Wunsch befasst sich nun eine Enquete-Kommission im Parlament mit der Frage. Sie soll bis Jahresende klären, inwieweit die Ganzkörperverschleierung in Frankreich verbreitet ist. Experten gehen bisher davon aus, dass nur etwa 5000 von fünf Millionen Muslimen in Frankreich die Vollverschleierung befürworten.El Kaida im islamischen Maghreb hatte sich im September 2006 dem El-Kaida-Netzwerk angeschlossen und war zuvor unter dem Namen Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC) aktiv. Die Organisation will alle bewaffneten Islamisten der Region vereinen und hat sich zu zahlreichen Anschlägen und Touristenentführungen in Nordafrika bekannt.Schweden übernimmt EU-Ratsvorsitz
Stockholm (dpa) - Der schwedische -Vorsitz macht gleich am ersten Tag seiner Präsidentschaft Druck bei der Erweiterung der Union. Der schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt forderte in Stockholm das EU-Mitglied Slowenien und den Anwärter
Kroatien auf, sich im Grenzstreit zu bewegen.führt die EU-Amtsgeschäfte noch bis Ende Dezember. Als wichtigste Aufgaben hat Reinfeldt die Vorbereitung des Kopenhagener Klimagipfels im Dezember sowie die Bekämpfung der Wirtschaftskrise benannt.

